Denkmalgerechte Sanierung Gymnasium Kaifu, Hamburg Eimsbüttel
Schulbau
Baujahr Bestand 1908
Planungsbeginn Sommer 2019
Fertigstellung Juni 2022
Leistungsphasen LPH 1-8
BGF 7.000 m2
Das Bestandsgebäude wurde erbaut: 1909/12
Erbauer: Planung Baudeputation 3. Hochbauabteilung unter Albert Erbe (mit Paul Lubbe und Karl Elkart), Fertigstellung unter Fritz Schumacher
Baustil: Neobarock mit Einflüssen der Reformarchitektur
Nutzung: ursprünglich Schule – Nutzung als Lazarett während des 1. und 2. Weltkriegs – bis heute Schule, Gymnasium
Denkmalliste Nr. 43367 – aufgenommen am 03.01.2005, eingetragen 04.08.2009
Es handelt sich um einen Backsteinbau mit akzentuierender barockisierender Ornamentik aus Sandstein. Das Gebäude wurde als asymmetrisch zweiflügeliger, dreigeschossiger Schulbau mit umschließender Schulhofmauer konzipiert. Der Haupteingang wird durch einen dem Hauptbau vorgestellten dreigliedrigen Sandstein-Portikus mit Balkon, Obelisken und Treppenanlage sowie Fensterfassungen, Balustraden und aufwändiger barocker Sandsteinornamentik an der oberen Fassade markiert. Der Zugang führt über einen Windfang mit Pförtnerloge in die Pelikanhalle mit Brunnen. Von hier aus werden die Geschossebenen über einen offenen Treppenraum mit offenen Hallen erschlossen. Im 2. Obergeschoss des Hauptbaus befindet sich eine Aula mit Orgelempore. Ein weniger aufwändig gestalteter Nebeneingang mit Sandsteinornamentik, führt am Ende des Westflügels aus dem zweiten Treppenhaus ins Freie. Die horizontale Fassadengliederung, betont mit unterschiedlichen Gesimsbändern aus Sandstein, zeigt die Unterteilung in Sockelgeschoss (Muschelkalk), Hochparterre, erstes und zweites Obergeschoss sowie den Übergang zum mächtigen Steildach. Durch den ungenutzten Dachraum oberhalb der Aula führt eine steile Holztreppe auf einen kleinen, den Hauptbau krönenden, turmartigen Aufbau mit Aussichtsplattform im Freien.
Von der ursprünglichen Innenausstattung sind große Teile erhalten. Insbesondere die Räume Aula, Bibliothek, Direktorenzimmer, Lehrerzimmer und einige Fachräume sind weitgehend original mit Einbaumöbeln und Bekleidungen von Wand und Decke ausgestattet. In den Fluren und Hallen sind Bodenbeläge, Fliesensockel mit Pelikanbrunnen, Sockelgliederungen mit Holzrahmungen, Stuckdecken sowie einige Türen oder Türrahmungen aus der Bauzeit erhalten.
Bilder aus der Umbauphase